
Bei Robotern zur Desinfektion öffentlicher Räume ist die Zykluszeit das Problemkind. Wenn die UVC-Einheit nicht schnell genug eine tödliche Dosis abgeben kann, muss der Roboter länger in derselben Zone verweilen. Dadurch wird jede Durchlaufzeit verlängert – was wiederum die Leistungsfähigkeit des Roboters verringert.
Die Lösung liegt nicht einfach darin, mehr Lampen zu verwenden. Vielmehr geht es darum, mehr Energie in das Zielgebiet zu bringen, ohne dass dabei die spektrale Ausgabe beeinträchtigt wird.
Was technisch wichtig ist: Wir verwenden ozonfreie, hochdruckbasierte Quecksilberdampflampen. Die Hauptwirkung dieser Lampen liegt bei 254 nm. Zudem wird die Strahlung bei 185 nm stark gedämpft. Entscheidend ist dabei die maximale Aufstrahlungsintensität am Zielgebiet – gemessen in mW/cm² – und nicht die Gesamtleistung der Lampe.
Ein 300-Watt-System, das bei einer Entfernung von 1 Meter eine Aufstrahlungsintensität von über 80 mW/cm² erreicht und dabei innerhalb von 1.000 Stunden weniger als 3 % an Leistungseinbußen aufweist, ermöglicht eine zuverlässige Reduzierung der Keimzahl. Der Reflektor besteht aus hochreinem Aluminium mit einer Dichroikbeschichtung – dadurch wird die Reflexion bei 254 nm maximiert und gleichzeitig verhindert, dass Wärme auf das Quarzkörperchen übertragen wird.
Die Lebensdauer der Lampen beträgt ca. 9.000 Stunden bei 50 % der ursprünglichen Leistung. Die sofortige Aktivierung der Lampen ermöglicht außerdem eine präzise Steuerung des Betriebszyklus.
Warum das bei Robotern funktioniert:
Roboter für öffentliche Räume benötigen nur kurze Verweildauern in jeder Zone. Eine hohe Aufstrahlungsintensität erhöht die UV-Dosis pro Sekunde – dadurch kann die gewünschte Dosis schneller erreicht werden, wodurch die Zeit pro Durchlauf reduziert wird.
Durch intelligente Steuerung kann die Lampe bei stark kontaminierten Zonen mit voller Leistung arbeiten, während sie bei normalen Kontaktpunkten weniger Leistung benötigt. So kann die Energie optimal genutzt werden.
Das führt zu einer geringeren durchschnittlichen Stromaufnahme sowie zu einer längeren Lebensdauer der Lampen. Dadurch sinkt die Häufigkeit des Austauschs und somit auch die Gesamtkosten.
Einige praktische Aspekte:
Eine hohe Aufstrahlungsintensität führt zu einer höheren thermischen Last. Die Lampe sollte daher mit einem speziellen Luftstromsystem verbunden werden und in der vom Hersteller vorgeschriebenen Mindestentfernung betrieben werden. Andernfalls überhitzt das Quarzkörperchen, was wiederum zu einer beschleunigten Abnahme der Leistung führt.
Prüfen Sie außerdem den Robotercontroller auf korrekte Funktionsweise sowie auf geeignete Sicherheitssysteme. Stellen Sie sicher, dass die Stromversorgung vor elektromagnetischen Störungen geschützt ist, damit die Sensoren des Roboters nicht beeinträchtigt werden.
Und behandeln Sie die UVC-Strahlung als etwas, das ernst genommen werden muss – mit entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen.