
Lösung des Problems der „feuchten Unterseite“ bei der industriellen Drucktechnik
Wir haben Zeit damit verbracht, etwa 3.000 Druckereien zu besuchen – und stets das gleiche Problem festgestellt: Die Betreiber der Druckereien hatten Probleme mit der Ausgehärtung des Drucks. Die Oberfläche des Tintenfilms sieht zwar trocken und glänzend aus, doch die Unterseite bleibt weiterhin klebrig.
Es ist frustrierend. Meistens liegt das daran, dass herkömmliche Quecksilberlampen einfach nicht in der Lage sind, durch dicke Tintenschichten oder schwer verdauliche Pigmente vorzudringen. Sie treffen auf die Oberfläche und hören dort auf zu wirken.
Warum Galliumiodid tatsächlich funktioniert
Der Schlüssel dazu liegt in der Art und Weise, wie das Licht auf die Tinte trifft. Während herkömmliche Lampen nur kurze Wellenlängen nutzen, liefern Galliumiodid-Lampen eine viel größere Menge an Energie im Bereich von 350 nm bis 450 nm. Das bedeutet, dass das Licht tief in die Tintenschicht eindringen kann. Wir haben diese Lampen so abgestimmt, dass sie mit den Photoinitiatoren funktionieren, die bereits in Ihren Offset- und Flexodruckfarben verwendet werden.
Die Kompromisse
Aber es ist nicht alles perfekt. Um die für hohe Produktionsmengen benötigte Geschwindigkeit zu erreichen, müssen wir viel Leistung in einen kleinen Raum packen. Das Ergebnis? Diese Lampen werden sehr heiß. Wenn Ihre Kühlsysteme nicht ausreichen, bekommt man Probleme – der Quarzkörper kann zerstört werden oder die Lampe geht viel zu früh kaputt. Es handelt sich dabei um ein einfaches Gleichgewicht: Je mehr Leistung, desto bessere Belüftung ist notwendig.
Um dies zu verbessern, verwenden wir hochreinen Quarz, damit der Glaskörper im Laufe der Zeit nicht trüb wird. Zudem haben wir die Elektroden so angepasst, dass sie beim Ein- und Ausschalten nicht beschädigt werden. Das Beste daran: Man kann diese Lampen einfach in die vorhandenen Anlagen einbauen. Achten Sie nur darauf, dass Ihre Balastgeräte die Spannung für die Galliumlampen bewältigen können.
Was das für Ihre Druckerei bedeutet
In einer stark frequentierten Druckerei ist der größte Vorteil der Verzicht auf zusätzliche Trocknungsphasen. Niemand mag es, wenn die Tinte an der Rückseite des Papierblatts haftet und dadurch die gesamte Produktion beeinträchtigt wird. Da die Ausgehärtung nun durchgehend stattfindet, braucht man keine weiteren Trocknungsphasen. Dadurch erhält man eine härtere Oberfläche sowie Tinte, die wirklich an Kunststoffsubstraten haftet, ohne abzupellen.
Einfach funktionierend – so einfach ist das.