
Hören Sie auf, zu raten – wenn Ihre UV-Lampen langsam ihren Geist aufgeben.
Das Problem mit herkömmlichen Quecksilber-UV-Lampen ist folgendes: Es handelt sich dabei um „Black Boxes“. Wir bauen diese Lampen so, dass sie genau die benötigten UVC- und UVB-Strahlungswerte erzeugen, damit die Beschichtungen richtig aushärten können. Doch sobald die Lampen eingebaut sind und funktionieren, haben wir eigentlich keine Ahnung, was tatsächlich vor sich geht – bezüglich des Energieverbrauchs oder der Leistung der Lampen. Erst wenn etwas schiefgeht, merken wir es.
Das ist eine frustrierende Art, einen Betrieb zu führen.
Diese Lampen arbeiten durch Erregung von Quecksilberdampf, um UV-Strahlung zu erzeugen. Man wählt die Leistung der Lampe je nach Geschwindigkeit des Transportsystems sowie Dicke der Beschichtung aus. Einfach, oder? Doch die Spannung schwankt, und die Lampen altern mit der Zeit. Dadurch sinkt die Effektivität der Lampen.
Meistens bemerkt man das gar nicht – bis man ein Teil in den Händen hält, das klebrig wirkt, oder schlimmer noch, bis man sieht, wie die Beschichtung zu zerbröckeln beginnt. Bis dahin hat man bereits Geld verloren.
Wir sind längst nicht mehr in der Ära der „blinden“ Lampen.
Wir haben jetzt Stromsensor und IoT-Gateways direkt in die Leuchtstofflampen integriert. So kann man die Leistungskurve jeder einzelnen Lampe in Echtzeit überwachen.
Das Tolle daran: Wenn eine Lampe langsam versagt, ändert sich ihre elektrische Signatur. Man erkennt bereits lange vor dem eigentlichen Versagen der Lampe, dass der Energieverbrauch abnimmt. Dadurch wird die Wartung zu einem einfachen Prozess.
Ich muss ehrlich sein: Es handelt sich dabei nicht um einen Zauberstab. Die Installation solcher Überwachungssysteme macht die elektrische Anlage etwas komplizierter. Man benötigt eine stabile Netzverbindung sowie Leuchtmittel, die mit dem System kommunizieren können. Bei älteren Geräten ist das nicht immer möglich. Außerdem muss man auch auf die Kühlfans achten. Die Überwachung des Energieverbrauchs kühlte die Lampen nicht ab – daher muss man weiterhin auf die Temperatur achten.
Aber letztendlich liefern wir Ihnen die Daten – Sie entscheiden dann, was zu tun ist.
So müssen Sie keine gut funktionierenden Lampen unnötig wegwerfen und auch keine beschädigten Teile versenden. Das macht einfach Sinn.